Schweißdrüsenentfernung - AblaufFür die operative Entfernung der Schweißdrüsen wird zur genauen Lokalisation zunächst eine Flächenmessung durchgeführt und die betroffenen Areale markiert. Auch die Desinfektion der Haut sowie die Betäubung der zu behandelnden Regionen durch Einspritzen von Lokalanästhetika werden bei beiden Methoden – der (Saug-)Kürettage und der Exzision – gleichermaßen direkt vor dem Eingriff durchgeführt.
Bei der häufig angewendeten Tumeszenz-Methode wird vor der Absaugung eine spezielle Flüssigkeit unter die Haut injiziert. Nach einer kurzen Einwirkzeit lockern sich die Gewebeschichten und die Flüssigkeit kann zusammen mit den Schweißdrüsen mit einer dünnen Saugkanüle (2-3 mm im Durchmesser) abgesaugt werden. Vervollständigt wird die Absaugung zumeist durch eine Kürettage. Dabei wird die Haut vom darunterliegenden Gewebe leicht abgehoben und die Hautunterseite ausgeschabt bzw. die zu den Schweißdrüsen führenden Nervenendigungen durchtrennt. So kann durch einen schmerzfreien und relativ risikoarmen Eingriff eine deutliche Reduktion der Schweißneigung erzielt werden. 6,7,8
Bei der Schweißdrüsenexzision fallen die Schnitte meist etwas größer aus, wodurch auch größere Narben zurückbleiben. Die betroffenen Hautareale werden mitsamt den Schweißdrüsen herausgeschnitten. Zusätzlich können die Schweißdrüsen auch hier noch ausgeschabt werden. Nach dem Eingriff werden die Wundränder mit kleinen Stichen vernäht. 9,10
Die dritte operative Möglichkeit zur Reduktion der Schweißneigung stellt die Unterbindung der Aktivität des Sympathikus in Vollnarkose dar. Hierfür setzt der Chirurg an beiden Seiten des Brustkorbs jeweils einen etwa 5 mm langen Schnitt. Mithilfe einer Kamera wird durch minimal-invasive Spiegelung der Brusthöhle im Inneren des Brustkorbes der Sympathikus sicher identifiziert. Dieser wird dann an den Stellen, die die Versorgung der Schweißdrüsen sichern, entweder durchtrennt oder entfernt (endoskopische transthorakale Sympathektomie, ETS) oder abgeklemmt (endoskopisches transthorakales Sympathikus-Clipping, ETSC). Im Anschluss an den etwa 60 Minuten dauernden Eingriff werden die Wunden verklebt oder auch vernäht. 4,9,11
Ihr Arzt wird Sie über die verschiedenen Behandlungsabläufe auch im Detail aufklären.
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