Wurzelbehandlung - Methoden Im Inneren unsere Zähne befindet sich ein Hohlraum, der die sogenannte Pulpa (Zahnnerv) enthält. Diese wird vom Zahnbein (Dentin) und dem Schmelzmantel umgeben, die den Zahnnerv vor Bakterien schützen. Breitet sich Karies bis ins Innere des Zahnes aus, so können Bakterien in die Pulpa eindringen und dort eine Entzündung verursachen (Pulpitis), die letzten Endes zum Absterben der Pulpa führt. Eine Entzündung äußert sich zuallererst in einer erhöhten Wärme- und Kälteempfindlichkeit und plötzlichen oder auch länger andauernden Zahnschmerzen. In manchen Fällen können die Entzündung und das etwaig anschließende Absterben der Pulpa aber auch vom Patienten unbemerkt ablaufen. 2 Es können zwei Arten der Pulpitis unterschieden werden: die reversible Pulpitis, bei der sich die Nerven aufgrund einer rechtzeitigen Behandlung noch erholen, und die irreversible Pulpitis, bei der sich die Pulpa nicht mehr erholt und abstirbt. 3
Wird eine Pulpitis nicht behandelt, so hat dies eine weitere Ausbreitung der Entzündung (Wurzelspitzenentzündung oder apikale Parodontitis) zur Folge, die schließlich den Kieferknochen erreicht (apikaler Abszess). Eine Entzündung des Kieferknochens kann im schlimmsten Fall bis in die Weichteile des Gesichtes und des Halses vordringen. 4 Eine Wurzelbehandlung, auch endodontische Behandlung genannt, sollte angesetzt werden, wenn die Pulpa sehr stark entzündet oder bereits abgestorben ist. Die erkrankte Pulpa wird dabei entfernt, die Entzündung geheilt und ein weiteres Vordringen der Bakterien in den Kieferknochen verhindert. 5 Der betreffende Zahn kann auch ohne Pulpa im Mund verbleiben und seiner Funktion nachkommen.
Ein weiterer Grund für Wurzelbehandlungen können Schädigungen des Zahns und der Pulpa durch Unfälle sein. 6
Die Wurzelbehandlung besteht aus mehreren Schritten: der Wurzelkanalaufbereitung (Lokalisation, Reinigung und Formung der Kanaleingänge zur Abtötung der Bakterien) und der Wurzelkanalfüllung. 7
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