| Zahnimplantate | ||
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Zahnimplantate - AblaufEin Implantat besteht üblicherweise aus drei Teilen: einem Implantatkörper, der im Knochen verankert wird (schrauben- oder zylinderförmig), einem obenauf sitzenden Implantataufbau (Abutment oder Implantatpfosten), der als Verbindung zwischen dem Implantatkörper und des Zahnersatzes fungiert, sowie einer zuoberst aufgesetzten Suprakonstruktion in Form eines festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatzes. Nach Abschluss der Behandlung ist nur die Suprakonstruktion nach außen hin ersichtlich.6 Der Einsatz des Implantates läuft in der Regel unter örtlicher Betäubung ab, bei umfangreicheren Maßnahmen gegebenenfalls auch unter Vollnarkose. Die Einheildauer beträgt im Oberkiefer in der Regel 4-6 Monate, im Unterkiefer 3-5 Monate.8 In einer zweiten Sitzung erfolgt die Freilegung der Implantate durch die erneute kleinflächige Eröffnung der Schleimhaut unter lokaler Betäubung. Anschließend wird eine sogenannte Einheilkappe oder auch Sulkusformer aus Titan aufgeschraubt. Während der sich anschließenden zweiten Einheilphase stülpt sich die Schleimhaut um diesen Aufbau und heilt aus. Grundsätzlich gibt es auch die Möglichkeit, die zweite Eröffnung der Schleimhaut zu vermeiden. Dies nennt man dann ein einphasiges Implantat: der Implantatkörper ragt so weit über die Schleimhaut hinaus, dass der Zahnersatz nach der ersten Einheilzeit direkt angefertigt und später zusammen mit dem Implantatpfosten angebracht werden kann.9 Nach Ablauf der etwaigen zweiten Einheilphase von 1-2 Wochen wird ein Abdruck Ihres Gebisses angefertigt, nach dem der Zahntechniker Ihren Zahnersatz herstellt. Ist dieser fertig, wird in einer weiteren Sitzung der Sulkusformer gegen den dauerhaft verbleibenden Implantatpfosten getauscht und darauf der angefertigte Zahnersatz durch Aufschrauben oder Einzementierung befestigt.10 Die möglichen Zahnersatze richten sich nach Art des Problems. Ein denkbarer Zahnersatz bei einzelnen fehlenden Zähnen, bei größeren Lücken sowie bei verkürzten Zahnreihen sind Kronen. Bei mehreren fehlenden Zähnen in Reihe wird teilweise auch darauf verzichtet, für jeden Zahn ein eigenes Implantat anzufertigen, sondern die Kronen untereinander verbunden. Bei annähernd oder komplett zahnlosen Kiefern ist der Einsatz von implantatgestützten Brücken oder abnehmbaren Prothesen denkbar.11 Welcher Zahnersatz für Sie in Frage kommt, muss in der Planungsphase mit Ihrem Zahnarzt geklärt werden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Themenspecial Zahnimplantate. |