Zahnersatz – für ein Lächeln ohne Lücken

 

ZahnbehandlungenEin schönes Lächeln überzeugt erst dann, wenn ein vollständiges Gebiss zum Vorschein kommt.

Wann wird ein Zahnersatz notwenig?

Die Bezeichnung drückt es bereits aus: Ein Zahnersatz ist dann erforderlich, wenn natürliche Zähne fehlen. Die Gründe für das Fehlen von Zähnen sind vielfältig und unterschiedlich: Bei starker Karies oder Erkrankungen des Zahnfleisches muss in den meisten Fällen der Zahn gezogen werden. Aber auch nach Unfällen oder bei fehlender Zahnentwicklung kann ein Zahnersatz notwendig werden.

Zahnersatz

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Ein fehlender Zahn beeinträchtigt nicht nur die Kaufunktion, auch Ästhetik und Sprachbildung können maßgeblich beeinflusst werden. Die unausgeglichene Kaufunktion kann zudem Folgeschäden an den verbleibenden Zähnen, an den Kiefergelenken, am Kieferknochen oder in der Kaumuskulatur hervorrufen. Zahnkippungen, Zahnwanderungen, Knochenabbau oder Kiefergelenkbeschwerden können eine Folge sein.

Zahnersatz wird auch dann erforderlich, wenn Frontzähne oder Backenzähne fehlen und den Gesichtsausdruck dadurch nachteilig ästhetisch verändern. Denn schöne Zähne sorgen nicht nur für ein schönes Lächeln, sie fördern auch den persönlichen Erfolg und steigern das Selbstbewusstsein. Unsere Zähne bilden zusammen mit Zunge und Gaumen den Sprachraum - der entscheidenden Teil für die Sprachbildung. Fehlende Zähne verändern diesen Sprachraum und somit auch Aussprache und Artikulation. Fehlende, ungesunde und schlechte Zähne können das Lebensgefühl maßgeblich vermindern und zu Unsicherheiten im täglichen Leben führen.

Kann man Zahnschädigungen und den folgenden Zahnersatz verhindern?

Schon als Kind lernt man, dass das Zähneputzen zweimal pro Tag notwenig ist, damit die Zähne schön und gesund bleiben. Aktuelle Studien haben herausgefunden, dass selbst eine jahrelange Zahnpflege den späteren Zahnersatz, wie Kronen oder Brücken, zu 70% nicht sicher verhindern kann[1]. Denn es ist nicht nur eine unzureichende Zahnpflege, die einen Zahnersatz erforderlich machen kann. Zähne können an sich auch anfälliger veranlagt sein.

Welche Arten des Zahnersatzes werden aktuell in der Zahnmedizin eingesetzt?

In der aktuellen Zahnmedizin gibt es verschiedene Formen des Zahnersatzes: Zahnprothesen, Zahnkronen, Inlays, Veneers, Zahnbrücken, Implantate und Verblendungen.

Es wird zwischen festsitzenden, herausnehmbaren und kombinierten Zahnersatz unterschieden. Der festsitzende Zahnersatz umfasst Kronen, Teilkronen und Brücken. Bei Herausnehmbarem Zahnersatz wird zwischen Totalen Prothesen und Teilprothesen unterschieden. Dahingegen besteht der kombinierte Zahnersatz aus einem fest einzementierten Teil und einem herausnehmbaren Teil.

Wann wird ein festsitzender Zahnersatz angewendet?

Brücken und Kronen gelten als funktioneller und ästhetischer Ersatz der Zahnsubstanz und werden dann als Zahnersatz eingesetzt, wenn ein Zahn fehlt bzw. entfernt werden muss. Festsitzender Zahnersatz wird an vorhandenen Zähnen befestigt und kommt der natürlichen Gebissleistung am nächsten. Kau- und Sprechfunktion können mit Kronen oder Brücken nahezu vollständig wieder hergestellt werden.

Die Krone wird wie eine schützende Hülle über den vom Zahnarzt behandelten Zahn gestülpt, so dass der Zahn seine natürliche Form und Stabilität zurückbekommt. Die Krone kann nur dann eingesetzt werden, wenn die Zahnwurzel des betroffenen Zahns noch erhalten und nicht kariös ist und der Zahn noch fest im Kiefer eingebettet ist[2].

Kann der Zahn nicht ausreichend erhalten werden, wird die Zahnlücke mit einer Brücke fest geschlossen. Wie bei der Krone wird auch für eine Brücke zur Verblendung Keramik oder Kunststoff verwendet. Der fehlende Zahn wird durch das Brückenglied ersetzt. Befestigt wird die Brücke an beiden benachbarten Zähnen. Brücken und Kronen haben nur eine begrenzte Verweildauer von durchschnittlich10 bis 15 Jahren.

Gehören Inlays und Veneers noch in den Bereich des Zahnersatzes?

Ist eine abgesplitterte Kante oder eine alte Füllung ein rein ästhetisches Probleme oder bereits ein Defekt des Zahns? Eine richtige Abgrenzung kann man in diesen Fällen nicht mehr machen, denn ein beschädigter Zahn ist auch besonders anfällig für weitere Schäden.

Inlays und Onlays sind indirekte Füllungen aus Keramik, Kunststoff oder Goldlegierung, die zur Wiederherstellung eines Seitenzahnes und der Kaufläche eingesetzt werden.

Zur Restauration von Schneide- und Eckzähne oder auch bei Fehlbildungen der Zähne werden Veneers verwendet, feine vollkeramischen Schalen, die die Zahnform „unsichtbar“ korrigieren.

Formen und Einsatz von Inlays und Veneers sind unterschiedlich und individuell, so dass sie manchmal kaum von einer Teilkrone zu unterscheiden sind. Sie sind zudem besonders langlebig (über 15 Jahre) und stabilisieren den geschwächten Zahn.

Was sind Zahnimplantate?

ZahnbehandlungIst eine Befestigung an den natürlichen Zähnen für den Zahnersatz nicht mehr möglich, kommen Implantate zum Einsatz, dies betrifft insbesondere in fortgeschrittenem Alter. Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die fest in den Kieferknochen eingepflanzt werden. Sie nehmen dort den Platz der verloren gegangenen Zahnwurzel ein, verwachsen mit dem Knochen und werden zum festen Bestandteil des Kiefers.

Die Nachfrage nach dieser Art des Zahnersatzes ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen[3]. Implantate verhindern das Schrumpfen des Kieferknochens und stabilisieren gleichzeitig den Zahnersatz. Darüber hinaus müssen gesunde Zähne nicht zur Aufnahme einer Brücke oder Krone abgeschliffen werden. Im Durchschnitt liegt die Lebensdauer von Implantaten bei 7 bis 15 Jahren.

Wann ist eine Prothese oder Teilprothese notwendig?

Sobald mehrere oder alle Zähne fehlen, kommen Prothesen bzw. Teilprothesen zum Einsatz. Teil- oder Vollprothesen sind ein herausnehmbarer Zahnersatz
Fehlen alle Zähne oder sind nur noch ein paar wenige Restzähne vorhanden, wird eine Prothese eingesetzt.

Mit den „Dritten“ haben die heutigen Prothesen nicht mehr viel gemein. In diesem Bereich des Zahnersatzes hat sich viel getan. Die heutigen Prothesen sind sehr gut an den Kiefer angepasst und berücksichtigen dadurch die natürlichen Bewegungen des Kauapparates und die Lautbildung beim Sprechen. Mit hohem Tragekomfort bieten sie fast keine Einschränkungen mehr bei der Auswahl von Mahlzeiten und Speisen.

Mit Teilprothesen können kleinere größere oder auch mehrere Zahnlücken in einem Kiefer geschlossen werden. Je nach Art der Verankerung unterscheidet man verschiedene Typen: Als Standard gilt die Modellgussprothese. Darüber hinaus gibt es noch so genannte Geschiebe-, Steg- und Riegelprothesen sowie Teleskopprothesen.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es beim Zahnersatz?

Es kann Verletzungen von Nerv und Nebenhöhlen, Schädigung des Knochens und Blutungen kommen. Implantate können vor allem in der Einheilphase verloren gehen und es kann zu Entzündungen kommen.

Auch Kronen und Brücken können unerwünschte Nebenwirkungen haben[4]. Am Kronenrand kann erneut Karies auftreten, der so genannte Sekundärkaries. Zahnbett und Zahnfleisch können sich entzünden und das Zahnmark kann erkranken. Ein verfärbtes, verschlissenes, abgeplatztes oder zerstörtes Verblendmaterial, sorgt für unzureichende Ästhetik. Äußerst selten treten Allergien auf die verwendeten Werkstoffe auf.

Ihr Arzt wird Sie über diese und eventuell andere Risiken in einem persönlichen Gespräch aufklären wird. Auch die erforderliche Nachbehandlung und Vorbereitung kann von Ihrer persönlichen Situation abhängen.


Quellen
[1] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/91/umfrage/zahnersatzprophylaxe/
[2] http://www.dgaez.de/patienten/gesunde-und-schoene-zaehne/kronen-und-bruecken/kann-jeder-zahn-mit-einer-krone-gerettet-werden.html
[3] http://www.dgzi-info.de/info.php
[4] http://www.kzbv.de/m206.htm

 

http://www.flymedic.de/node/389 http://www.flymedic.de/node/389 http://www.flymedic.de/node/389